iks Engineering auf dem vdi Recruiting Tag in Hannover

Treffen Sie heute unsere Kollegen in Hannover auf dem vdi Recruiting Tag. Nutzen Sie die Chance und erfahren Sie alles über die unterschiedlichen Karrieremöglichkeiten bei iks. Wir freuen uns auf einen Besuch am Stand 14!

Donnerstag, 26. Oktober 2018
von: 11:00 – 17:00 Uhr
Hannover Congress Centrum

25. Oktober 2018

Heute ist Messetag: 3 Möglichkeiten für Absolventen oder Young Professionals die iks kennenzulernen.

Technik ist Ihre große Leidenschaft? Sie sind auf der Suche nach deinem Traumjob und einer langfristigen Perspektive im Engineering Bereich? Dann kommen Sie vorbei.

Über die iks Engineering und die vielfältigen Einstiegsmöglichkeiten können Sie sich heute, am 24. Oktober 2018, auf folgenden Messen informieren:

Aalener Industriemesse – AIM for students
09.00 – 14.30 Uhr
Bereich B, Stand 57

Karrierebörse Hochschule Ulm
09.30 – 14.00 Uhr
B-Bau EG, Stand 45

Recruiting Messe HS Offenburg
09.30 – 15.00 Uhr
Stand 89

Unsere Teams freuen sich darauf, Sie persönlich kennenzulernen.

24. Oktober 2018

Interview Claus Brandt: „Frauen sind oft besser ausgebildet als Männer!“

Deutlich mehr Männer als Frauen arbeiten in den ingenieurwissenschaftlichen Berufen – trotz vieler Bemühungen hat sich an dieser Lage in den technischen Branchen wenig geändert. Dabei sind Fachkräfte stark gesucht und es bieten sich daher gute Berufsaussichten. Wir haben mit iks Engineering Geschäftsführer Claus Peter Brandt über Gleichstellung in technischen Berufen, über den Fachkräftemangel und Bewerber aus dem Ausland gesprochen.

Herr Brandt, in technischen Studiengängen finden sich noch immer sehr wenige Frauen. Hat sich die Branche geöffnet? Wie sieht es z.B. mit der Kinderbetreuung aus?

Claus Peter Brandt: Glücklicherweise hat sich hier in den letzten zwei, drei Jahren viel getan. Viele Unternehmen sind sehr offen. Diese ein oder zwei Jahre, die ein Mitarbeiter während der Elternzeit ausfällt, bringen ein Unternehmen ja auch nicht zu Fall. Und es ist so: Wenn ich als Unternehmer jemanden einstelle, entscheide ich mich für ihn, ich investiere in ihn. Ich vertraue ihm. In diesem Falle muss es möglich sein, dass der Mitarbeiter einmal für mehrere Monate oder sogar ein Jahr nicht zur Verfügung steht. Das muss ich als Unternehmer einplanen. Das gilt heute zum Glück genauso für Männer wie für Frauen und ich kann mir gut vorstellen, dass das in Zukunft auch immer mehr genutzt wird. Man muss aber die Firmenstrukturen berücksichtigen. Fällt der Projektingenieur für mehrere Monate aus, kann das ein Mittelstandsunternehmen natürlich besser abfedern, als ein Unternehmen mit 20 Mitarbeitern. Früher war es ja verpönt, wenn Männer auch mal zuhause geblieben sind. Aber im Hinblick auf die Lebensarbeitszeit – was macht es da schon aus, wenn jemand mal für ein paar Monate ausfällt?

Gibt es immer noch Vorurteile gegen Frauen, die angeblich nicht technikaffin seien?

Claus Peter Brandt: Nein, gar nicht. Mit einem Unternehmen, das solche Vorurteile pflegt, würden wir auch gar nicht zusammenarbeiten. In der Regel sind Frauen in technischen Berufen sogar wesentlich besser ausgebildet als ihre männlichen Kollegen. Zum einen, weil sie mit ihrem Image zu kämpfen haben und sich offenbar mehr anstrengen. Aber oft sind sie auch viel tiefer in der Materie drin. Dennoch ist der Frauenanteil sehr sehr gering. Von 100 Ingenieuren sind maximal 20 Frauen.

Was tut die Branche dann gegen den Fachkräftemangel? Importiert die deutsche Industrie Ingenieure?

Claus Peter Brandt: Nein, das übernehmen eher die Universitäten. Wir sind viel auf Hochschulmessen und stellen dort immer wieder fest, dass der Anteil ausländischer Absolventen extrem hoch ist und viele auch eine sehr gute Ausbildung vorweisen können. Gerade Branchen wie Autonomes Fahren, E-Mobility oder Batterietechnik suchen händeringend Fachkräfte. Man findet praktisch niemanden auf dem freien Markt. Bewerber aus dem Ausland sollten aber auf jeden Fall gut Deutsch sprechen. Auch wenn Unternehmen Englisch als Unternehmenssprache angeben, wird intern doch meist Deutsch gesprochen.

Was ist Ihr Ratschlag? Offen bleiben? Sich immer weiter bilden?

Claus Peter Brandt: Wenn Du einen technischen Beruf ergreifen möchtest, musst Du auf jeden Fall Deinen Abschluss machen. Du musst einen Abschluss haben, am besten einen Master. Schau Dir während des Studiums unterschiedlichen Bereiche an, mach Praktika, sieh Dir verschiedene Branchen an. Dann steht Dir alles offen. Wenn Du nur starr an der Hochschule abstudierst, wird es schwierig. Der Verbund von Mechanik und Elektrotechnik ist aktuell eine sichere Bank. Alle, die sich einen dieser Schwerpunkte ausgesucht haben, werden später keine Probleme haben. Ähnlich ist es bei Programmierern, in der IT-Branche – wobei da der Abschluss nicht ganz so wichtig ist. Hier wird die nachweisbare Fachkompetenz höher bewertet als die erfolgreich absolvierte Ausbildung an einer Hochschule.

Weitere Interviews mit Claus Peter Brandt

5 FRAGEN AN CLAUS PETER BRANDT: „MIT STEM-P BRINGEN WIR UNTERNEHMEN UND INGENIEURE UNKOMPLIZIERT UND SCHNELL ZUSAMMEN.“

CLAUS PETER BRANDT: WIR BRAUCHEN DRINGEND EINE REFORM DER REFORM DER ARBEITNEHMERÜBERLASSUNG!

23. Oktober 2018

Claus Peter Brandt: Wir brauchen dringend eine Reform der Reform der Arbeitnehmerüberlassung!

Im Folgenden ein Namensbeitrag unseres Geschäftsführers Claus Peter Brandt

Die letzte Gesetzesreform der Arbeitnehmerüberlassung hat meiner Meinung nach das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Zwar ist in einigen Bereichen die Leiharbeit von Verhältnissen geprägt, die zu Lasten der Arbeitnehmer geht. Das gilt vor allem für eher gering Qualifizierte. Es ist richtig, dass gegen solche Erscheinungen vorgegangen wird. In dem Bereich jedoch, in dem wir als iks Gruppe tätig sind, also bei Ingenieurdienstleistungen erbracht von hochqualifizierten Mitarbeitern, sind jetzt Regelungen in Kraft, die realitätsfremd sind. Hier muss nach meinem Ermessen dringend nachgebessert werden.

Der Begriff der Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) ist gemeinhin auch als Zeitarbeit oder Personalleasing bekannt. Im Rahmen der ANÜ wird ein Mitarbeiter von seinem Arbeitgeber zu einer Tätigkeit bei einem Dritten entsandt wird – für begrenzte Zeit. Bei der iks erbringen wir genau diese Leistung: Wir beschäftigen Ingenieure, die ihre Tätigkeit passgenau und projektweise bei einem anderen Unternehmen erbringen. Manche bleiben nur für ein Projekt, andere für mehrere Jahre, viele werden später vom Kunden übernommen. Wir betreiben dieses Geschäft seit 35 Jahren und wir sind damit recht erfolgreich.

Die zwei Gesichter der Arbeitnehmerüberlassung
Die ANÜ hat keinen besonders guten Ruf. Viele denken da vermutlich an den Produktionshelfer, der bei großen Konzernen für einen mageren Lohn drei Tage lang Kartons schleppt und danach wieder weg vom Fenster ist. Ja, auch das gibt es. Nein, wir unterstützen das nicht.
Wir vermitteln hochqualifizierte Ingenieure, Techniker, Konstrukteure für den Zeitrahmen eines Projekts – oder länger – an Unternehmen. Dort arbeiten sich unsere Mitarbeiter ein, bringen ihr Wissen, ihre Expertise ein und erhalten dafür das gleiche Entgelt wie ihre dortigen Kollegen.
Unternehmen sparen sich durch unsere Dienstleistung die aufwendige Suche nach qualifiziertem Personal, das sie nach Projektende vielleicht gar nicht mehr weiterbeschäftigen könnten. Arbeitnehmer haben die Chance, an verschiedenen Projekten in unterschiedlichen Unternehmen mitzuwirken und sich so vielseitig weiterzuentwickeln. Beide Seiten bleiben flexibel. Und – natürlich – wenn sich beide Seiten einigen, kann der Arbeitnehmer auch nach dem Projekt zum Unternehmen wechseln.

Im traditionellen Bereich der Ingenieur-Dienstleistung gibt es dieses Modell schon sehr lange. Von den über eine Million Beschäftigten in der Dienstleistungsbranche arbeiten ca. 100.000 in der technischen Branche. Die gesetzlichen Regelungen wie die AÜG-Reform oder die neue EU-Datenschutzgrundverordnung  machen uns das Leben dennoch ziemlich schwer.

Die zeitliche Befristung muss fallen!
Leihen wir einen Ingenieur an ein Unternehmen aus, bleibt er dort idealerweise für zwei bis drei Jahre – nicht nur für zwei bis drei Monate. Denn um etwas zu bewirken, braucht man Zeit. Erfolgreiche Projekte brauchen Zeit. Der Gesetzgeber macht es uns da nicht immer einfach, denn per Gesetz sind die Arbeitsverhältnisse immer auf 18 Monate befristet und nur in bestimmten Fällen auf 24 Monate verlängerbar. In der Realität ist kaum ein Projekt nach 18 Monaten abgeschlossen. Für den Arbeitnehmer bedeutet das also, er lässt das Projekt unfertig liegen und geht. Nach drei Monaten könnte er zurückkommen – aber was macht er in der Zwischenzeit? Jemanden für einen solchen Zeitraum in ein anderes Projekt einarbeiten, wäre völlig sinnlos – aus Arbeitnehmer- wie Arbeitgebersicht. Die Unternehmen auf der anderen Seite haben in den Mitarbeiter investiert und plötzlich ist er weg – das Projekt aber noch gar nicht abgeschlossen. Aus dieser Perspektive kommt niemandem die Befristung zugute.

Deshalb bin ich der Meinung, dass man die zeitliche Befristung wieder aufheben sollte. Wir brauchen in diesem Punkt eine Reform der Reform.

Ein positiver Aspekt der AÜ-Reform ist die Anpassung des Entgeltes (Equal Pay). Hier hat der Gesetzgeber ein sinnvolles Instrument erarbeitet, um im Billiglohnsektor für Ordnung zu sorgen. Für uns ist die Anpassung an Equal Pay völlig unproblematisch, da unsere Mitarbeiter sowieso zu ähnlichen Konditionen wie ein vergleichbarer Mitarbeiter im Kundenunternehmen beschäftigt werden.
Einige unserer Mitarbeiter sind seit 20 Jahren bei uns. Sie bekommen ein gutes Gehalt, angepasst an das Unternehmen in dem sie arbeiten – auch das ist gesetzlich geregelt. Eine Gesetzesreform müsste meiner Meinung nach den Spagat schaffen, negative Begleiterscheinung der Arbeitnehmerüberlassung – die es ja leider gibt – abzuschaffen und gleichzeitig die Dienstleistungsbranche nicht kaputt zu machen.

15. Oktober 2018